Schornsteinbrand / DLK dazu / Scheune

Brandeinsatz > Wohngebäude
FEU
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Einsatzort Details

Westermarkelsdorf, Westermarkelsdorf
Datum 23.03.2025
Alarmierungszeit 10:49 Uhr
Einsatzbeginn: 10:52 Uhr
Einsatzende 11:30 Uhr
Einsatzdauer 41 Min.
Alarmierungsart Digitaler Meldeempfänger (DME)
Einsatzführer Ortswehrführung
Einsatzleiter Gemeindewehrführer
Mannschaftsstärke Sonderruf DL/Trage (12)
eingesetzte Kräfte

Feuerwehr Burg a. F.
Feuerwehr Vadersdorf/Gammendorf
    Feuerwehr Dänschendorf
      Feuerwehr Westfehmarn
        Gemeindewehrführung Fehmarn
          Rettungsdienst Petersdorf
            Polizei SH
              Fahrzeugaufgebot   KdoW  ELW1  HLF 2 BURG  DLK 23/12
              FEU

              Einsatzbericht

              Wir wurden zu einem Schornsteinbrand in den Inselwesten nachalarmiert.

              Der Einheitsführer forderte bei der Erstalarmierung um 10:47 Uhr bereits die Drehleiter unserer Wehr nach, sodass wir um 10:49 Uhr zur Unterstützung in den weiten Inselwesten am Rande der Insel ausgerückt sind. Noch während der Anfahrt erhielten wir den Einsatzabbruch, unsere Drehleiter wurde nun doch nicht mehr benötigt. Die Ortswehren hatten den Schornsteinbrand bereits frühzeitig unter Kontrolle, ebenso verhielten sich die Meldenden vorbildlich und verwendeten glücklicherweise kein Wasser zum Löschen des Schornsteinbrandes - das hätte fatale Auswirkungen zur Folge gehabt. Die Einsatzstelle wurde nach Anschließender Kontrolle mittels Wärmebildkamera durch die Zuständige Ortswehr an den Schornsteinfegermeister übergeben.

              Hierzu haben wir ein paar wichtige Sicherheitstipps:

               

              Einen Kaminbrand erkennt man durch folgende Anzeichen:

              • Lange Flammen schlagen aus dem Kamin
              • Aus der Kaminmündung quellen dichte, schwarz-gelbe Rauchwolken
              • Starker Funkenflug und Rauchentwicklung
              • Flammen-, Funken- und Glutbildung im Kamin
              • Hohe Außentemperatur der Kaminwange

              Solche Anzeichen werden oft durch die Hausbewohner selbst gar nicht bemerkt. Häufig sind es Nachbarn oder Passanten, welche die Alarmierung der Feuerwehr veranlassen.

              Welche Gefahren lauern bei Kaminbränden?

              Moderne und ordnungsgemäß errichtete Kamine überstehen Kaminbrände in der Regel meist unbeschädigt. Mit Gefahren muss jedoch besonders bei älteren Kaminausführungen und hinsichtlich der Auswirkungen auf die Nachbarschaft gerechnet werden.

              • Brandausbreitung durch Funkenflug:
                Die Gefahr wird dadurch noch verstärkt, dass die Kaminbrände häufig durch Sturm oder starken Wind, d. h. durch stark erhöhten Kaminzug, hervorgerufen werden.
              • Brandausbreitung durch Wärmeleitung und Wärmestrahlung:
                Insbesondere bei baulichen Mängeln am Kamin, z. B. nicht ordnungsgemäß verschlossene und unbenutzte Anschlüsse, Risse am Kamin, direkt an der Kaminwange anliegende brennbare Bauteile oder Ähnlichem.
              • Herabfallende Glut von verschmutzten Kaminaufsätzen:
                Kaminaufsätze verschmutzen durch Ruß- und Teerablagerungen ähnlich wie die Innenwandungen der Kamine. Beim Brand entzündet sich dieser Belag ebenfalls. Durch das Erweichen der Beläge beim Ausbrennen können hier Glutbrocken von den Aufsätzen abfallen und im Dachbereich einen Brand auslösen.
              • Beschädigung des Kamins durch Wärmeeinwirkung (Wärmedehnung):
                Bei einem gezogenen Kamin kann auch Einsturzgefahr entstehen oder es kann zur Rissbildung am Kaminmauerwerk kommen. Durch diese Risse können schädliche Brandgase in den Wohnraum eindringen.
              • Rauchausbreitung durch Verstopfung des Kamins mit Ruß:
                Der nicht gezündete Teil des Rußbelages dehnt sich durch Wärmeeinwirkung um das Vielfache seines ursprünglichen Volumens aus.  Dadurch wird der Kaminquerschnitt teilweise oder komplett verschlossen und der Rauch, der bis dahin über die Kaminmündung abzog, tritt nun an den Feuerstätten-Anschlüssen, Reinigungsöffnungen und undichten Stellen (z. B. Rissen) aus.
              • Gefahren durch Elektrizität:
                Durch die hohen Temperaturen an der Außenseite der Kaminwange kann es zum Abbrennen bzw. Schmelzen von isolierten Elektroleitungen kommen.

              Welche Maßnahmen müssen bei einem Kaminbrand ergriffen werden?

              - Wählt unverzüglich den Notruf 112 - nicht selbst handeln !!
              - Verständigt und warnt die Menschen im betroffenen Gebäude. Das betroffene Gebäude muss umgehend evakuiert werden!

              - Wartet auf die alarmierte Feuerwehr und weist diese an der Straße ein, haltet Euch für Rückfragen bereit.

               
              Wie kann man sich vor einem Kaminbrand schützen?

              • Verwendet nur nur trocken gelagertes Holz mit einer Restfeuchte von weniger als 20%.
              • Lasst Eure Heizungsanlage regelmäßig von einem Fachmann warten.
              • Lasst Euren Kamin regelmäßig (mindestens einmal pro Jahr) vom Kaminkehrer/Schornsteinfeger säubern und inspizieren. Es besteht hier eine gesetzliche Kehrpflicht!
              • Montiert Rauchmelder um auch nachts rechtzeitig gewarnt zu werden. (Rauchmelderpflicht!)
              • Haltet einen Feuerlöscher bereit um Entstehungsbrände bekämpfen zu können. Aber: NIEMALS EINEN KAMINBRAND DAMIT BEKÄMPFEN! Lasst den Feuerlöscher regelmäßig warten und informiert Euch über dessen Handhabung.
               

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